Aktuell

Zwei Jahrzehnte unermüdlicher, erfolgreicher Theaterarbeit haben sich ausgezahlt:

Marina Schubarth, die Leiterin und Regisseurin des dokumentartheater berlin, Carl-v.-Ossietzky-Preisträgerin des Jahres 2002 ist die neue Gast-Professorin der Universität Leipzig an der Fakultät für Geschichte, Kunst und Religionswissenschaften. Deren Rektorin, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell überreichte ihr mit sichtlichem Vergnügen die Ernennungsurkunde. Nicht weniger erfreut links auf unserem Bild Dr. Jennecke, die Beigeordnete für Kultur.

© Nastasiia Malisheva

Talk bei Bloch

Die Leiterin und Regisseurin des dokumentartheater berlin, Marina Schubarth war am 27. Oktober 2022 im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen Gast einer hochkarätigen Talkrunde. Unter der Leitung von SWR Moderator Dietrich Brants, der die Diskutanten stets eng am Thema hielt, stritten zwei Ukrainerinnen und ein Ukrainer um das Thema Kultur als Reservoir der Utopie. Die Zuschauer erlebten neunzig hochinteressante Minuten. Ihre zahlreichen Fragen am Ende des Talks belegten, dass das Thema der Veranstaltung zutreffend gewählt war. Über allem schwebte der Geist des genialen Philosophen Ernst Bloch.



Marina Schubarth Gastprofessorin an der Uni Leipzig

https://www.facebook.com/CCT.leipzig/

Zwei Jahrzehnte umfangreicher Theaterarbeit, eine Fülle nationaler und internationaler Auszeichnungen tragen ihre Früchte. Am 7. November 2022 ist es soweit: Die Leiterin und Regisseurin des dokumentartheater berlin, Ossietzky-Preisträgerin 2002, Marina Schubarth, wird im Rahmen eines Festaktes im Alten Senatssaal der Universität Leipzig zur Berthold-Brecht-Gastprofessorin ernannt.

https://www.gkr.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/marina-schubarth-wird-bertolt-brecht-gastprofessorin-2022-10-20

Vorstand, Ensemble, MitarbeiterInnen des dokumentartheater berlin gratulieren einer großartigen Kunstschaffenden für ihren langjährigen Einsatz für Menschenrechte und gegen das Vergessen.

Foto: © Nastasiia Malisheva

Ukraine in Flammen

Das Theater war am 2. Oktober 2022 in Oranienburg. In der Orangerie des Schlosses brachte es

Lieder und Erzählungen in Kriegszeiten auf die Bühne


Das Theater folgte einer Einladung des Bürgermeisters von Oranienburg, Alexander Laesicke und brachte am 2. Oktober 2022 in der Orangerie des Schlosses Ukraine in Flammen auf die Bühne.

Die Zuschauer hielten den Atem an, als die Schauspieler des Theaters die Stufen der Bühne hinunter stiegen und, großformatige Bilder hochhaltend durch die Reihen des Publikums gingen, die Zerstörung des russischen Angriffskrieges zu zeigen. Sodann erkannten die Zuschauer, dass auf der Rückseite der Bilder Porträts der Schauspieler des Kooperationstheaters Theatre 11 aus Kiew zu sehen waren. Die Gruppe VEREMIYA, eigens aus Riwne (UA) angereist, schlug die Zuschauer mit ihren musikalischen Darbietungen in den Bann. Oleg Yanushkevych an der Violine und Ehefrau Diana am Flügel begleiteten die drei aus Riwne gekonnt wie stets.

Als der Rezensent das Gebet von Valeria Karpilenko, Kämpferin bei Azov-Stahl, Gefangene in Russland vortrug, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Regisseurin Schubarth gelang es zum wiederholten Male, den Zuschauern die Notwendigkeit der Verbreitung des Themas Krieg aus Opfersicht zu vermitteln. Der sympathische Bürgermeister Laesicke bat die Regisseurin mit einem Anflug von Sprachlosigkeit auf die Bühne und erteilte ihr das Wort. Bild unten: Wortlose, überwältigte Zuschauer.

Foto © Nastasiia Malisheva



Babyn Yar – 81 Jahre nach dem größten Einzelmassaker in der Geschichte des 2. Weltkrieges.

Das Theater war zu Gast im Hotel Silber, der Gedenkstätte des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers von Württemberg-Hohenzollern. Die Gedenkstätte war voll besetzt. Ganz im Sinne Berthold Brechts brachte Regisseurin Marina Schubarth ihr Konzept der Verknüpfung polnischer und ästhetischer Bildung auf die Bühne.

Das Publikum dankte mit Sprachlosigkeit, Tränen und am Ende mit lang anhaltendem Applaus. So, wie Petra Mostbacher-Dix es in der Ausgabe der Stuttgarter Zeitung v. 1. Oktober 2022 formulierte, hätte sie Schubarth Gedanken nicht besser zu Papier bringen können: Kinder, Frauen, Männer, fröhliche Familien, ausgelöscht in Babyn Yar.

Es ist der unbestreitbare Verdienst der Veranstalterin, dem Haus der Geschichte, Baden-Württemberg, namentlich Lea-Theresa Berg, die es ermöglichte, das größte Einzelmassaker im 2. Weltkrieg theatralisch gerade an diesem Ort zu verbreiten.



Krim, 5 Uhr morgens

Der Ukrainische Kultursommer 2022 City West, kurtariert von der Leiterin und Regisseurin des dokumentartheater berlin steuerte auf seinen Höhepunkt zu.

In Anwesenheit von Botschaftsrätin Alisa Podolyak von der ukrainischen Botschaft, Oliver Schruoffenger, Stadtverordneter von Charlottenburg-Wilmersdorf als geistiger Vater des Kultursommer mit Frau Gemahlin hatte Marina Schubarth die Verfolgung der Krim-Tataren durch Stalin und Putin auf die Bühne der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gebracht.

Der lang anhaltender Applaus, die Tränen und die allgemeine Ratlosigkeit der Zuschauer waren Beleg für eine vollkommene und insbesondere der Zeit angemessene, würdige Veranstaltung. Bild 2 von oben zeigt den Stadtverordneten Oliver Schruoffenegger bei der Begrüßung der Zuschauer in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Berliner Breidscheitplatz.

Fotos: © Nastasiia Malisheva




Diplomatic Choir of Berlin

Im Rahmen des ukrainischen Kultursommers 2022 in der City West unter Leitung der Kuratorin, Marina Schubarth tritt der berühmte diplomatische Chor auf.

Am Tag der Unabhängigkeit der Ukraine.

Sechs Monate nach Beginn des verbrecherischen russischen Angriffskrieges.

Bei vielen Mitgliedern des Chores handelt es sich um geflüchtete KünstlerInnen. 

Der Eintritt ist frei. 



D A N K E

Oliver Schruoffenegger & Marina Schubarth

Der ukrainische Kultursommer 2022 in der City West befindet sich auf der Zielgeraden.

Hier die Termine bis zum 4. September. Und vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung…

Also, lassen wir uns einfach überraschen.

Bis heute gilt der Dank allen, die mitgewirkt haben. Den Künstlern, den vielen kleinen und großen Helfern.

Besonders Bezirksstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Olivier Schruoffeneger. der die Veranstaltung ins Leben gerufen hat. Ebenso der Kuratorin, der Leiterin und Regisseurin des dokumentarthater berlin, Marina Schubarth.



Präsentation

Gesine Dornblüth und Thomas Franke legen ihr neues Buch vor:

Ruhmlose Helden

Am 25. August 2022 in der Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 20-22 in Berlin

Beginn: 19.00 Uhr

Durch den Abend führt Nikolai Klimeniouk, freie Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der NZZ


Im Rahmen der Ukrainischen Kulturtage 2022 am Breidscheitplatz in Berlin standen die Filmtage ukrainischer Studenten an. Drei Filme aus dem Krieg. Keine langweiligen Dokus. Nichts, was in erster Linie um Ausgewogenheit ringt und keinem wirklich weht tun will. Filme aus dem Krieg. Von und mit Menschen, die Angst haben und durch den russischen Angriffskrieg ihr Hab und Gut verlieren. Von Familien, die um Lichtjahre zurückgeworfen werden. Kaum auszuhalten. Aber wert, es auszuhalten.


Die Zuschauer im Glashaus der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes waren zahlreich erschienen und hatten Glück, dabei gewesen zu sein. Original in ukrainischer Sprache mit englischen Untertiteln. Besonders erfrischend war das Engagement, mit dem die jungen Ukrainer die Angelegenheit auf die Beine gestellt hatten. Junge Menschen, deren Land blutet, das mit einem verbrecherischen Okkupanten ringt und die sich gleichwohl unbeirrbar zeigten. In gleicher Weise selten wie außerordentlich erfreulich. Eine solch stolze und kluge Generation ist nicht zu besiegen.

Unser Bild zeigt den Bezirksstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger im Gespräch mit der Kuratorin des Ukrainischen Kultursommers, Marina Schubarth.

Die Erfolgsgeschichte Ukrainischer Kultursommer auf dem Breidscheitplatz in Berlin steuerte auf ihren Höhepunkt zu: Am 14. August brachte das dokumentartheater Ukraine in Flammen auf die Bühne. Gesang und Lesungen in Zeiten des Krieges. In der Kapelle der Gedächtniskirche.Auf den Fotos: obere Reihe: Martin Klefeldt. Untere Rheihe, v.li.n.re. Hendrick Kirchner, Xenia Wolfgramm, Franca Schuller

Das Festival schließt mit dem absoluten Highlight: am 2. September 2022 findet die Aufführung Krim 5 Uhr morgens in der Gedächtniskirche statt. Freuen Sie sich auf einen würdevollen, aufregenden Abschluss eines ukrainischen Festivals, des schon jetzt im Gedächtnis vieler, fernab vom Lärm des Krieg verbleibt.




VEREMIYA, die ukrainische Band ist in der Stadt.

Die Band kommt für uns direkt aus Riwne (UA), um am 13. August 2022 im HAUNT, Kluckstraße 23 A, 10785 Berlin ukrainisches Liedgut darzubieten. Fernab vom Lärm des Krieges. Für eine kleine Weile werden uns die drei Musikerinnen, gemeinsam mit anderen Künstlern, verzaubern.

Um 19.00 Uhr geht’s los. Der Eintritt ist frei.


Am Sonntag, den 2. Oktober 2022 findet um 18.00 Uhr in der Orangerie des Schloßparkes von Oranienburg auf Einladung des Bürgermeisters die unter dem Motto stehende Veranstaltung “Zusammenhalten, wenn es darauf ankommt” statt.

das dokumentartheater berlin folgt einer Einladung des Bürgermeisters der Stadt.

Zu Details informieren wir zeitnah.

Orangerie


Ankündigung

26. Juli 2022

UKRAINE IN FLAMMEN

Gesang und Lesungen in Zeiten Krieges

Im Rahmen der Konzertreihe FRIEDE NOW

das dokumentartheater berlin gastiert mit ukrainischen und deutschen Schauspielern

in der Kirche zum Guten Hirten in Berlin-Friedenau, Friedrich-Wilhelm-Platz. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte ist für die MusikerInnen und SchauspielerInnen bestimmt. Beginn 19.00 Uhr. Dauer: Eine Stunde.



Kirche zum Guten Hirten Berlin-Friedenau

Ukrainischer Kultursommer

24. bis 31. Juli 2022

Sonntag, 24. Juli 16.00 – 17.00 Uhr Iryna, Tatyana und die Schwestern Koshovy. Folk,

17.00 – 18.00 Uhr Aleksandra, Daria & Vadim, ukrainische Kinderband

Montag, 25. Juli Frei

Dienstag, 26. Juli. 16.00 – 17.00 Uhr Daria Blyzniuk & Marina Sherstnova Duo

17.00 – 18.00 Uhr Daironia

Mittwoch, 27. Juli 16.00 – 17.00 Uhr Palmira Fuhrmann

17.00 – 18.00 Uhr BUDU

Donnerstag, 18. Juli 16.00 – 17.00 Uhr Daironia

17.00 – 18.00 Uhr Just do

Freitag, 29. Juli 16.00 – 17.00 Uhr Leléka

17.00 – 18.00 Uhr Artem Kara Violinsolo

Sonntag, 31. Juli 16.00 – 17.00 Uhr Mavka und Schwestern Koshovy

17.00 – 18.00 Uhr Just do

19.00 – 20.15 Uhr Die Gabys & Oleg Pop

Ukrainischer Kultursommer in City-West eröffnet

15. Juli 2022 Eröffnung des ukrainischen Kultursommers rund um den Breidscheitplatz und die Gedächtniskirche in Berlin

Die ersten musikalischen Darbietungen kamen von den ukrainischen Künstlern des dokumentartheater berlin, Diana und Oleg Yanuskevych. Sängerin Katharina Goebelriß die Zuschauer wie gewohnt mit. Eine gelungene Eröffnung. Unser Bild unten zeigt mit Regisseurin Marina Schubarth eine rundweg zufriedene Kuratorin des Festivals.

Fotos © Anastasiia Malisheva

https://www.morgenpost.de/berlin/article235879187/City-West-Ukrainischer-Kultursommer-startet-am-15-Juli.html



71. Bad Hersfelder Festspiele

Der Leiterin und Regisseurin des dokumentartheater berlin, Carl v. Ossietzky Preisträgerin Marina Schubarth wurde die große Ehre zuteil, am 1. Juli 2022 die 71. Festspiele von Bad Hersfeld als Festrednerin zu eröffnen. Die mehr als eintausend Gäste in der Bad Hersfelder Stiftsruine dankten der Rednerin für ihre klaren Worte zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine mit minutenlangem stehenden Applaus.

https://osthessen-news.de/n11691634/ein-abend-fuer-solidaritat-freiheit-und-frieden.html

https://www.hessenschau.de/kultur/bad-hersfelder-festspiele-notre-dame-und-die-kirchenruine-als-hingucker-beim-auftakt,festspiele-mit-notre-dame-eroeffnet-100.html

Festrede von Marina Schubarth anlässlich der Eröffnung der 71. Festspiele von Bad Hersfeld am 1. Juli 2022



Theatertage am See

Vom 22. bis 25. Juni 2022 in Friedrichshafen

Gemeinsam mit Musikerinnen und Schauspielerinnen aus der Ukraine zeigen wir am 23. und 24. Juni 2022 anlässlich der Theatertage am See in Friedrichshafen die Uraufführung unseres neuen Stückes

Ukraine in Flammen – Irynas Tagebuch

Mit auf der Bühne sind die Sängerinnen der Gruppe Veremiya aus Riwne/UA

© Iryna Sopilniak

Ankündigung


BABYN YAR – DER MASSENMORD VON DEUTSCHER WEHRMACHT, SS UND POLIZEIBATAILLONEN


Szenische Lesung


Am 29. und 30. September 1941 erschossen deutsche Polizisten, Angehörige der SS und der Wehrmacht sowie ihre Helfer in einer Schlucht unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew über 33.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer. Zum 81. Jahrestag des größten Einzelmassakers im Zweiten Weltkrieg auf europäischem Boden bringt das dokumentartheater berlin eine szenische Lesung mit ukrainischen und deutschen Schauspieler*innen auf die Bühne. Das Ensemble stellt auch regionale Bezüge her.


Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. 28. September 2022, 19.00 Uhr

Anmeldung: veranstaltungen-hs@hdgbw.de

© Anastasiia Malisheva





Ukraine in Flammen

3. Juni 2022 18.30 Uhr Alte-Feuerwache in Berlin-Friedrichshain, Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin

Benefizveranstaltung ukrainischer und deutscher Künstler des dokumentartheater.

Gesang und Lesungen in Zeiten des Krieges

Unser Clip zeigt: Zahaana Buchoska von der Gruppe Veremiya aus Riwne UA. Am 2. Juni aus dem Kriegsgebiet angereist, aufgetreten hier bei uns. Am Morgen des 4. Juni bereits auf dem Heimweg. Deshalb werden die Ukrainer den Krieg nicht verlieren. Deshalb nicht !


Das Ensemble des Theaters in Halle. Auf einem Schiff der ruhigen Saale.

Bilder von Gesang und Lesen. Das Ensemble war in Halle. Halle a.d.Saale. Auf ruhigem Gewässer, also auf der Saale, wurde den Zuschauern und -hörern Sprache und Gesang geboten. Oleg und Diana leisteten Ihren Beitrag mit Violine und E-Piano. Das Publikum dankte mit Faszination, Tränen und lang anhaltendem Beifall. Obere Bildreihe v.l.n.r: Ohla und Iryna; Bildmitte: Ohla, Iryna und Jan. Bild rechts: Sarah. Untere Reihe: Bild li.: das Ensemble nimmt den Applaus entgegen. Bild re.: Oleg sn der Violine, Diana am E-Piano

© for all Pictures: Nastasiia Malisheva

Rheinsberger Friedensrunde organisiert, wie jedes Jahr: Leserunde wider das Vergessen

8. Mai 2022 Marktplatz Reinsberg

https://www.maz-online.de/lokales/ostprignitz-ruppin/rheinsberg/lesung-der-rheinsberger-friedensrunde-aus-anlass-der-buecherverbrennung-1933-GPVJOCQFTQSYVMEW36YCGEELKY.html

Mit dabei: Schauspieler des dokumentarheater berlin. Ein glanzvoller Auftritt von unserer Xenia

© Shimon Rosenberg


Vorschau:

Stimmen der Ukraine

20:30 Uhr im WUK Theater Schiff, Riveufer – Steg 4, Halle a.d. Saale



Ukraine, 5 Uhr morgens

Eine szenische Lesung mit anschließender Disskussion

Mit Schauspielern des Deutschen Theaters und des dokumentartheater berlin

Montag, den 23. Mai 2022 19.00 – 21.45 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung


War in Ukraine © Masha Foya

Lesungen in Rheinsberg. Gegen das Vergessen. Über die Bücherverbrennung. Das dokumentartheater war mit Notizen von ukrainischen Schauspielern, angefertigt in den Kellern von Irpin, Butscha und Kiew zu Gast. Erzählungen zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Morgen und Vergewaltigungen. Keineswegs eine leichte Kost. Jedoch notwendig, das Elend des Kriegs halbwegs realistisch nachzuzeichnen.



Franz-Bobzien-Preis 2022 für das dokumentartheater berlin

In einem, dem Anlass der Feierlichkeit in jeder Hinsicht angemessenen würdigen Rahmen nahm die Leiterin und Regisseurin des Theaters, Carl v. Ossietzky-Preisträgerin Marina Schubarth stellvertretend für das stolze Ensemble den renommieren, alle zwei Jahre zu vergebenen Preisentgegen

https://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Oranienburg/Franz-Bobzien-Preis-2022-Das-sind-die-Gewinner


© Knut Hagedorn

https://www.tagesspiegel.de/berlin/verleihung-des-franz-bobzien-preises-2020-da-war-nicht-einfach-wieder-alles-gut/25775170.html

https://www.tagesspiegel.de/berlin/babyn-yar-ein-requiem-deutsch-ukrainisches-theaterprojekt-aus-berlin-erhaelt-franz-bobzien-preis/28294334.html

Ukraine in Flammen

Solidaritätskonzert für die Ukraine

Dienstag, 26. April 2022 um 19.00 Uhr im Haus der Jugend Charlottenburg

Zillestraße 54, 10505 Berlin

Das Bild lässt keine Worte zu. Ein gelungene Kombination aus musikalischer Darbietung und Projektion der von Russlands Truppen zerstörten Städte in der Ukraine.

v.l.nr.: Zhaana, Diana, Katharina, Oleg, Kati

Die Gruppe Veremiya war eigens aus der Ukraine angereist. Für die Zuschauer war es ein unfassbares musikalisches Ereignis. Das zeigte sich besonders daran, dass nach der fünzehnminütigen Pause der Saal so voll war, wie zuvor.

Schauspielerin Xenia liest

StayUnited Ukrainische Stimmen für Mariupol

Der Auftritt von deutschen und ukrainischen Musikerinnen vom dokumentartheater berlin unter Leitung von Regisseurin Marina Schubarth im Deutschen Theater Berlin. Der Gesang kam von Iryna Lazer, Sascha Dialtschenko, Tatjana Nadolinska und Katharina Goebel. Für die szenischen Lesungen zeichneten Susanna Quandt, Xenia Wolfgramm und Kati Thiemer verantwortlich. Für die Musik sorgten Diana am E-Piano und an der Violine Oleg Yanuskevych. Unser Bild zeigt links Oleg, im Hintergrund Diana am E-Piano. Vorne links Tatjana Nadolinskka, rechts Iryna Lazer.

© Kornelia Boje


Unser größter Feind ist der Hass

das dokumentartheater berlin dankt den Schülerinnen des Grafschafter Gymnasiums in Moers, Johanna und Katharina Sehr. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Eva Meiwes und der tatkräftigen Mithilfe der Mitschülerinnen Medin Acar, Aemelie Lankhorst und Paula Poncza setzten sie ihre Anti-Kriegs-Idee um. Vor dem Moerser Bahnhof ruft ihre Botschaft zum Frieden auf: „UNSER GRÖßTER FEIND IST DER HASS“. Slava Ukraini.



Die Regisseurin des Theaters, Marina Schubarth im Interview bei SWR 2, Tandem, 5. März 2022, 19.05 Uhr https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/freiheit-ist-wichtiger-als-sicherheit-marina-schubarth-leiterin-des-berliner-dokumentartheaters-swr2-tandem-2022-04-05-100.html

Stay United

Stimmen der Ukraine für Mariupol

Am Welttheatertag im Deutschen Theater. Sonntag, den 27. März 2022, ab 18.Uhr

Gesang und Lesungen. Mit dabei Mitglieder des Ensembles des dokumentartheater berlin.


München redet: Und plötzlich ist Krieg

Drei Künstlerinnen und ein Künstler aus der Ukraine sprachen im Münchener Residenztheater am Sonntag, den 20.März 2022 über eine Kultur im Widerstand. Unter Corona-Bedingungen vor einem vollbesetzten Haus. Mit dabei: Die Leiterin und Regisseurin unseres Theaters Marina Schubarth. Nach neunzig Minuten gab es lang anhaltenden Applaus. Und eine Menge Nachdenklichkeit. Ein gelungenes Projekt der Süddeutschen Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Enemble des Münchener Residenztheaters.

A n k ü n d i g u n g

Marina Schubarth, künstlerische Leiterin des dokumentartheater berlin ist Mitunterzeichnerin zur Unterstützung der Stimmenukrainische Künstler:innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie ganz Europa

Deutsches Theater unterzeichnet Absichtserklärung zur Unterstützung der Stimmen ukrainischer Künstler:innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz EuropaAuf Initiative von Stas Zhyrkov, Intendant Left Bank Theatre (Kyiv/Ukraine) und Birgit Lengers, Kuratorin des Festivals Radar Ost am Deutschen Theater, haben bisher über 70 Kulturinstitutionen, darunter auch das Deutsche Theater Berlin, eine Absichtserklärung unterzeichnet, die am 14. März an das Kulturministerium der Ukraine übermittelt wurde:Als Europäer:innen, Theatermacher:innen und Menschen sind wir zutiefst schockiert über die russische Militäraggression, die zum Krieg gegen ein souveränes Land und das ukrainische Volk geführt hat. Wir sind empört über die Verletzung des Völkerrechts und die brutalen Militäraktionen, die so vielen Menschen Schaden zufügen und unschuldiges Leben zerstören. Unser Mitgefühl gilt dem gesamten ukrainischen Volk, einschließlich unserer vielen Freund:innen und Kolleg:innen, die sich nun inmitten von Gewalt und Tod wiederfinden. Es sind Menschen, die innerhalb weniger Wochen ihre Heimat, ihre berufliche Perspektive und die Sicherheit ihrer Zukunft verloren haben.

Die europäische Kunstgemeinschaft wird zu diesem Krieg nicht schweigen und sich auch nicht an Russlands Leugnung des Krieges beteiligen. In einem Europa des 21. Jahrhunderts, das für Freiheit, Demokratie und eine offene Gesellschaft steht, betrifft jeder kriegerische Akt uns als eine Gemeinschaft mit tief verwurzelten gemeinsamen Werten unmittelbar. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Werte, die uns lieb und teuer sind, durch einen Akt der aggressiven, brutalen Invasion verleumdet werden.

Die Unterstützung der ukrainischen Kulturszene darf sich jedoch nicht auf Solidaritätsbekundungen oder parteipolitische Äußerungen beschränken, sondern muss auch die Bewahrung der tausendjährigen Geschichte der ukrainischen Kunst und Kultur umfassen.

Wir werden alles dafür tun, dass ukrainische Theaterkünstler:innen die Möglichkeit haben, ihre Kunst in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein auszuüben. Wir werden uns um die künstlerische Integration der Ukraine in die europäische Kulturgemeinschaft bemühen. In Zeiten, in denen ukrainische Theater vorübergehend ihrer Stimme, ihrer Bühnen und ihres Publikums beraubt sind, müssen wir ihnen eine Plattform für den künstlerischen Ausdruck auf den Bühnen und in den Theaterhäusern Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Liechtensteins bieten.

Mit dieser Absichtserklärung bringen wir, die unterzeichnenden Kulturorganisationen, unsere Absicht zum Ausdruck, ukrainische Theaterkünstler:innen in unseren Häusern zu empfangen, zu beherbergen und aufzuführen, um die ukrainische Theaterarbeit für die europäische Gemeinschaft sichtbar zu machen. Wir fordern daher die Ukraine auf, Künstlern aller Geschlechter zu gestatten, die notwendigen grenzüberschreitenden Reisen zu unternehmen, um ihre Arbeit außerhalb der Ukraine fortzusetzen, eine Arbeit, die, wie wir betonen, ein wichtiger Bestandteil der Kulturdiplomatie für Frieden und Dialog in Europa sein kann.

Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V. / DE
FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), PACT Zollverein (Essen), tanzhaus nrw (Düsseldorf)
Amelie Deuflhard, Stefan Hilterhaus, Annemie Vanackere, Vertreter:innen des Bündnisses

Badisches Staatstheater Karlsruhe / DE
Dr. Ulrich Peters, Intendant
Sonja Walter, Chefdramaturgin & Internationale Kontakte

Bayrisches Staatschauspiel (Residenztheater) München / DE
Andreas Beck, Intendant

Berliner Ensemble, Berlin / DE
Oliver Reese, Intendant

Berliner Festspiele, Berlin / DE
Matthias Pees, designierter Künstlerischer Leiter

Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. / DE
Helge-Björn Meyer, Geschäftsführer

Consol Theater Gelsenkirchen / DE
Christian Freudig, Andrea Kramer, Georg Kentrup, Vorstand

CO2 Salle de spectacle de la Gruyère / CH
Alain Grand, Verwaltung

Dachverband freie darstellende Künste Hamburg / DE
Eva Maria Glitsch, Regina Rossi, Barbara Schmidt-Rohr, Özlem Winkler-Özkan, Vorstand

das dokumentartheater berlin / DE
Marina Schubarth, Künstlerische Leiterin

Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar GmbH – Staatstheater Thüringen / DE
Hasko Weber, Intendant

DeutschesSchauspielHaus Hamburg / DE
Karin Beier, Intendantin

Deutsches Theater Berlin / DE
Ulrich Khuon, Intendant
Birgit Lengers, Internationale Kontakte & Festivalkuratorin Radar Ost

Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) / DE
Yvonne Büdenhölzer, Präsidentin
Dr. Thomas Engel, Direktor

Dramaturgische Gesellschaft, dg / DE
Harald Wolff, Vorsitzender des Verwaltungsrats

Düsseldorfer Schauspielhaus / DE
Wilfried Schulz, Generalintendant

European Theatre Convention, ETC
Heidi Wiley, Geschäftsführerin

euro-scene Leipzig / DE
Christian Watty, Festivaldirektor & Geschäftsführer

FELD Theater für junges Publikum, Berlin / DE
Gabi dan Droste, Intendantin

Hans Otto Theater Potsdam
Bettina Jahnke, Intendantin

Hessisches Staatstheater Wiesbaden / DE
Uwe Eric Laufenberg, Generalintendant

Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin / DE
Dr. Anna Luise Kiss, Rektorin

Institut für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst Wien, AT
Gerhild Steinbuch, Direktorin

Junges Theater Bonn / DE
Moritz Seibert, Intendant

Kosmos Theater Wien / AT
Veronika Steinböck, Intendantin

KULA Compagnie – Transnational Theatre / DE
Julie Paucker & Robert Schuster, Vorstand

Landestheater Linz / AT
Hermann Schneider, Generalintendant

Le Pommier Theater – Kulturzentrum Neuchâtel / CH
Jan Walther, Programmleiter

LICHTHOF Theater, Hamburg / DE
Matthias Schulze-Kraft, Intendant

Maxim Gorki Theater Berlin / DE
Shermin Langhoff, Intendantin

Münchener Kammerspiele / DE
Barbara Mundel, Intendantin

Mut! Theater Hamburg / DE
Mahmut Canbay, Intendant

Nationaltheater Mannheim / DE
Christian Holtzhauer, Intendant

ogalala kreuzberg, Berlin / DE
Christine Dissmann, Künstlerische Leiterin

PEM Theater an den Elbbrücken, Hamburg / DE
Özlem Winkler-Özkan, Geschäftsführerin

Prater Digital Berlin / DE
Julian Kamphausen, Intendant

Rheinisches Landestheater Neuss / DE
Caroline Stolz, Intendantin

Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim / DE
Matthias Frense, Intendant & Geschäftsführer

Saarländisches Staatstheater / DE
Bodo Busse, Intendant

Salzburger Festspiele / AT
Markus Hinterhäuser, Intendant

Schauspielhaus Graz / AT
Iris Laufenberg, Intendantin

Schauspielhaus Zürich / CH
Benjamin von Blomberg & Nicolas Stemann, Intendanz

Schauspiel Bern / CH
Roger Vontobel, Intendant

Schaubude Berlin / DE
Tim Sandweg, Intendant

Schaubühne am Lehniner Platz / DE
Thomas Ostermeier, Intendant

Schauspiel Köln / DE
Stefan Bachmann, Intendant

Staatsschauspiel Dresden / DE
Joachim Klement, Intendant

Staatstheater Braunschweig / DE
Dagmar Schlingmann, Generalintendantin

Staatstheater Darmstadt / DE
Karsten Wiegand, Intendant

TAK Theater Liechtenstein / LI
Dr. Thomas Spieckermann, Intendant

Teatro Sociale Bellinzona / CH
Gianfranco Helbling, Intendant

Thalia Theater Hamburg / DE
Joachim Lux, Intendant

Theater Aalen / DE
Tonio Kleinknecht, Intendant

Theater Basel / CH
Benedikt von Peter, Generalintendant

Theater Chur / CH
Roman Weishaupt, Intendant

Theater Dortmund / DE
Tobias Ehinger, Martin Lizan, Heribert Germeshausen, Xin Peng Wang, Gabriel Feltz, Julia Wissert, Andreas Gruhn, Marcus Lobbes, Vorstand

Theater Freiburg / DE
Peter Carp, Intendant

Theater Gütersloh / DE
Christian Schäfer, Intendant

Theaterhaus Stuttgart / DE
Werner Schretzmeier, Intendant

Theaterkahn Dresden / DE
Holger Böhme, Intendant

Theater Konstanz / DE
Karin Becker, Intendantin

Theater Lübeck / DE
Caspar Sawade, Geschäftsführender Direktor

Theater Paderborn / DE
Katharina Kreuzhage, Intendantin

Theater Winterthur
Bettina Durrer, Gesamtleiterin

Tiroler Landestheater Innsbruck / AT
Johannes Reitmeier, Intendant
Christina Alexandridis, Schauspieldirektorin & Chefdramaturgin

TOBS, Theater Orchester Biel Solothurn / CH
Dieter Kaegi, Gesamtleiter

Union of Swiss Theatres / CH
Thierry Luisier, Generalsekretär

Wiener Festwochen / AT
Christophe Slagmuylder, Intendant

WIENER WORTSTAETTEN, Vienna / AT
Martina Knoll & Bernhard Studlar, Leitung

Sounds gegen den Krieg. Für den Frieden und die Ukraine.

Spendenaufruf für ukrainische Künstler und Künstlerinnen

In Europa herrscht Krieg. das dokumentartheater berlin bittet Sie um Spenden für die KünstlerInnen, die durch den Krieg in Not geraten sind. Wirmüssen ihnen helfen. So, dass sie überleben. Bitte spenden Sie. Jetzt. Die KünstlerInnen brauchen Ihre Unterstützung. Die Kunst darf nicht sterben. Sie muss leben. Wenn Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift auf der Überweisung vermerken, senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung. Ihre Spende ist in voller Höhe steuerabzugsfähig.

Spendenkonto: Deutsche Apotheker- und Ärztebank 

IBAN DE 39 3006 0601 0008 7762 10

BIC:  DAAEDEDDXXX

Kennwort:  Ukrainische Künstler

Slava Ukraini



Regisseurin in die Jury des Int. Krakauer Theaterfestivals berufen

Anlass zur Freude bei der Regisseurin des Theaters. Am 8. Februar 2022 traf die Nachricht aus Krakau ein: Was pandemiebedingt im letzten Jahr scheiterte, wird nun Realität: Die Organisatoren des für den Mai 2022 geplanten Krakauer Theaterfestivals haben Marina Schubarth als Jury-Mitglied berufen. Herzlichen Glückwunsch.



© Nastassia Malisheva

Interview der Regisseurin des Theaters, Marina Schubarth im Deutschlandfunk. Zum drohenden Krieg in der Ukraine, zur Frage der Notwendigkeit von Lieferungen von Defensivwaffen an die Ukraine durch Deutschland. Und zum Holodomor. https://www.deutschlandfunk.de/audiothek?



Beginn der Proben “Und der Name des Sterns heißt Tschernobyl”

Am 26. April 2022 findet zum Gedenken an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in der Alten Feuerwache die Aufführung “Und der Name des Sterns heißt Tschernobyl” statt. unsere Bilder zeigen ein hochkonzentriertes Ensemble. Bild oben li.: Angelina Tholen, re.: Julia Borchardt. Bild unten: Das Ensemble probt am Samstagnachmittag: Terschnobyl.



77 Jahre Gedenken des Massenmordes an den europäischen Juden

An jedem 27. Januar wird uns schmerzlich vor Augen geführt, welch unvorstellbare Verbrechen im Namen Deutschlands verübt wurden. Es ist der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die sowjetische Armee. Heute jährt er sich zum 77. Male. Das dokumentartheater berlin war am 75. Jahrestag in Krakau. Es führte dort auf und große Teile des Ensembles besuchten das nahegelegene KZ Auschwitz-Birkenau.

Der 80. Jahrestag der Ermordung von 33.771 Juden in Babyn Yar führte uns ungeschönt vor Augen, welche unvorstellbare Greuel verübt wurde. Die Täter sprachen deutsch. Die Aufführung von Babyn Yar – ein Requiem am 29. und 30.9. in Kiew und am 11. und 14.11.2021 in Berlin war unser Beitrag, die Gedanken über die Verbrechen wachzuhalten.

Der Antisemitismus ist in Deutschland angekommen. In der Mitte der Gesellschaft. Es reicht nicht mehr nur, “wehret den Anfängen” zu rufen. Als Jude in unserem Land, mitten unter uns zu leben bedeutet wieder, in Angst zu leben. Dem haben wir uns entgegen zu stellen. Ohne Wenn und Aber. Gerade mit den Mitteln der Kunst. Die Zivilgesellschaft darf sich nicht vor den rechten Rattenfängern wegducken. Es reicht, das seit zwei Legislaturperioden eine Partei im Deutschen Bundestag sitzt, deren Anführer die NS-Zeit als “Vogelschiss der Geschichte” verharmloste.

Bewahren wir Haltung und Courage. Seien wir stolz. Alle miteinander.


Nach der Vorstellung ist vor der Vorstellung. Getreu diesem Motto begann für uns 2022:

Am 3. Januar drehte unter der Leitung von Redakteurin Antonia Yamin, Chief Europa Korrespondent for KAN News, das israelische TV, KAN 11 zahlreiche Szenen von Babyn Yar – ein Requiem ab. Seit dem 20. Januar in Israel landesweit zu sehen.

Wir bleiben unserer Linie treu. Unser neues Projekt betrifft den Widerstand.

Am 7. Januar haben wir im Rahmen des Förderprogramms MeetUP der EVZ den Zuschlag für unser Projekt MEET UP! Jugend im Widerstand – eine deutsch-ukrainische Begegnung erhalten. Das neue Jahr beginnt also genauso, wie das alte endete.

Die junge Garde aus Krasnodon
Alexander Fadejew

Für 2022 stehen weitere interessante, wichtige, vor allen Dingen schöne Arbeiten an. Im Frühjahr werden wir Und der Name des Sterns heißt Tschernobyl aufführen. Es folgen Holodomor und AKTE/NSU. Noch im Mai werden wir uns bemühen, mit dem Theatre 11, unserem Kooperationstheater aus der Ukraine in Bremen unser Requiem Babyn Yar aufzuführen. Im September stehen in der Gedenkstätte des Hotel Silber, dem ehemaligen Hauptquartier der Gestapo Baden-Württemberg-Hohenzollern Lesungen zu Babyn Yar an. Danach werden wir abermals mit unseren ukrainischen Partnern Babyn Yar – ein Requiem auf die Bühne bringen. Wenn die Zeit reicht, wird es noch einige Überraschungen in Form von Teilnahmen an Festivals geben. Und bei alledem: Projekte, Projekte, Projekte. Die Zeit ist reif, dem Gebaren der Rechten, der Ansitemiten und der Populisten entgegenzutreten.

Menschenrechte dulden keinen Aufschub.

Wir intensivieren den Kontakt zu unseren israelischen Freunden und arbeiten mit Hochdruck daran, Babyn Yar – ein Requiem in Tel Aviv aufzuführen. Spätestens in 2023 wollen wir damit auch am Broadway die Zuschauer begeistern. Die Planungen dafür sind in vollem Gange. Auf solch eine Zukunft darf man sich freuen. Wir danken unseren Förderern, unseren Freunden und alle jenen, die mitgeholfen haben, dem Theater des Vergessens den Raum zu geben, den es angesichts des wachsenden Populismus und des Antisemitismus verdient. Bleiben Sie uns gewogen und vor allen Dingen: Bleiben Sie gesund.

©Nastasiia Malysheva

»Gerechtigkeit verjährt nicht»

Mitglieder des dokumentartheater berlin sowie des AK Angreifbare Traditionspflege und der Gruppe Erinnern heißt handeln fanden sich am 10. Dezember 2012. dem 100ten Geburtstag von Herbert Wahler vor dessen Haus in Melsungen ein. Sie hielten Bilder der in Babyn Yar von der Einsatzgruppe C Ermordeten hoch. Ein ursprünglich gegen Wahler gerichtetes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beteiligung an Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg wurde von der Staatsanwaltschaft Kassel eingestellt, AZ: 1603 Js 35861/17. Damit ist ihm – jedenfalls zur Zeit – kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen.

Allerdings ist belegt, dass er Mitglied https://www.youtube.com/watch?v=2Y2oITO-ln8 der Einsatzgruppe C war. Sie wurde von SS-Führer Himmler unmittelbar nach dem Einfall der Deutschen in die Sowjetunion als mobiles, sehr effizientes Mordkommando gebildet und hatte bereits drei Monate nach dem Überfall 78.000 wehrlose Zivilisten, Juden, Kommunisten, Sinti, Roma und sogenannte Geisteskranke ermordet; ihnen darüber hinaus ihre gesamte Habe, Geld, Schmuck und Wertsachen gestohlen. In dem Zusammenhang dürften nicht wenige Enkel bzw. Urenkel der mörderischen Einsatzgruppen über zahlreiche Schmuckstücke sowie Wertsachen, die den Ermordeten gestohlen wurden verfügen. Gleiches gilt für das im Zuge der Aktion 1005 https://www.sueddeutsche.de/politik/holocaust-juden-vernichtung-massengraeber-1.4269180 geschmolzene Zahngold und den sonstigen eingeschmolzenen Schmuck, der in Schweizer Banktresoren lagerte und noch lagert.

Der Staatsanwaltschaft Kassel liegt mittlerweile eine Beschwerde gegen die Einstellung des ursprünglich gegen Wahler gerichteten Verfahrens vor. Sie wurde durch eine Urenkelin eines in Babyn Yar Ermordeten eingereicht.

Das Theater dankt den Anwesenden der Mahnwache für ihr Kommen und der Tatsache, dass sie der Aktion den ihr gebührenden Rahmen gaben. Zur danken ist der anwesenden Polizei für ihre Umsicht und Zurückhaltung sowie dem Ordnungsamt für seine Kooperation bei der Bearbeitung der Genehmigung. Jedenfalls schauten die Opfer, anders als noch in Babyn Yar, wo sie hinterrücks ermordet wurden, diese Mal direkt auf das Haus von Herbert Wahler. Sie waren damit in Melsungen angekommen.

© Daniel Rosenbaum

Nachlese. Eine grandiose Nachzeichnung unserer Aufführung v. 14. November 2021 in der UFA-Fabrik in Berlin. Dr. Joest Leopold von der Peter-Ustinov Schule aus Hude hat Babyn Yar – ein Requiem und seine Umgebung noch einmal glanzvoll dargestellt https://www.pus-hude.de/news/reqiem.html



A b s c h i e d

Manche Dinge machen traurig, obwohl sie keinen wirklichen Anlass zur Trauer geben. Brigitte Diefenbacher, langjährige Geschäftsführerin der Berthold-Leibinger-Stiftung aus Kitzingen, hat am 9. Dezember 2021 ihre letzten Arbeitstag. Bei allen guten Wünschen und dem Bekennen, dass sie ihren Ruhestand genießen möge, weil er verdient ist, werden die mit ihr geführten regelmäßigen Gespräche, die ausnahmslos ein hohes Niveau zeitigten fehlen. Es sei ihr und der Stiftung dafür gedankt, dass so manche Förderung genau zum richtigen Zeitpunkt half, zahlreiche Vorhaben des Theaters umzusetzen.

Marina Schubarth Heinz J. Sehr Hendrick Kirchner

Die Vorstände des dokumentartheater berlin


News – Link unten anklicken:



Arbeits- und Recherchestipendium durch Berliner Senat

Arbeitstitel: Ereignismeldungen UdSSR 1941/42

Das Theater hat vom Berliner Senat ein Arbeits- und Recherche-Stipendium erhalten. Nach Abschluss des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts Babyn Yar – ein Requiem bietet sich für das Ensemble die einzigartige Möglichkeit, der von deutscher Wehrmacht, SS und diversen Polizeibataillonen im Zweiten Weltkrieg in der ehemaligen Sowjetunion zu verantwortende Schoah nachzugehen.

Die Besonderheit der Aufgabe besteht u.a. darin, dass sich das Ensemble mit den sogenannten Ereignismeldungen UdSSR von 1941 und 1942 auseinandersetzen wird. Die Recherchen dazu finden pandemiebedingt vorerst online in den bedeutenden Archiven, insbesondere in der Zentralstelle in Ludwigsburg statt. Die Ergebnisse der Recherchen werden in szenischen Lesungen verarbeitet. Diese finden im Jahr 2022 in großen Stadt-, in Uni-Bibliotheken und in Gedenkstätten statt.

Impressionen

Театр дякує фотографу Анастасії Малишевій за чудові знімки та відео, яке говорить все, що можна сказати без слів.

Unser Clip zeigt die beiden Regisseurinnen bei der Manöverkritik zwischen der Generalprobe und der Aufführung am 14. November 2021 im Theatersaal der UfaFabrik

©Anastasiia Malysheva
Paul Riemann li. und Martin Klefeldt ©Anastasiia Malysheva
Franca Schuller als Dina Pronitschewa ©Anastasiia Malysheva

Simon Baptist Mayer und Bild unten ©Anastasiia Malysheva

Regisseurinnen v.l.: Marina Schubarth, Vlada Belosorenko ©Anastasiia Malysheva


Besuch im Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Bremen.

Nach der Vorstellung ist vor der Vorstellung. Die Vorstände des Theaters waren mit Roza Topanova, Direktorin des Nationalen Historischen Mahnmals von Babyn Yar, in Bremen. Wir hatte sehr gute Gespräche. Wir werden, wenn alles nach Plan läuft, in 2022 einiges mit den ukrainischen Partnern und in der Ukraine bewegen.

Im Bremer Staatsarchiv gestattete man uns, die Akten und Fotoalben des Bataillons 303, Sammlung Karl Schuster sowie die Aken von Amandus Conradi, Oberleutnant und ebenfalls Mitglied des mörderischen Bataillon 303 einzusehen. Die verblüffenden Ergebnisse, besonders betreffend Conrad, werden wir demnächst hier auszugsweise veröffentlichen.

An dieser Stelle danken wir Boris Löffler vom Staatsarchiv für seine freundliche Unterstützung. Nun sind wir auf dem Rückweg. Unsere Gäste müssen um 17.00 Uhr das Flugzeug vom BER nach Kiev erreichen. Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Die Regisseurin Marina Schubarth, Roza Topanova mit Stellvertreterin.



Babyn Yar – ein Requiem. Vorstellung am 14. November 2021 im Theatersaal der UfaFabrik

Am 14. November 2021 spielten wir die vorerst letzte Aufführung in diesem Jahr von Babyn Yar – ein Requiem. Bis auf einige Covid-19 Abmeldungen waren wir ausverkauft. Unser Dank gilt allen, die mitgewirkt haben, dieses so wichtige Thema auf eine deutsche Bühne zu bringen. Damit haben wir den Opfern dieses furchtbaren Massakers die ihnen gebührende Referenz erwiesen und nachdrücklich an die Schuld der Mörder erinnert.

Unser großer Dank gilt der Leitung des UfaPark, die uns so kurzfristig die Bühne zur Verfügung gestellt hat. Ein besonderer Dank geht an die Lichttechnikerin und den Tontechniker des Theaters UfaPark. All unserer Sängerinnen erklärten übereinstimmend, dass sie solch eine perfekte Technik bislang nicht erlebt haben.

Wir danken unserem Hauptförderer, dem Auswärtigen Amt und allen weiteren Unterstützern. Ohne all ihre tatkräftige Hilfe wäre ein derartiger Erfolg kaum zu erzielen gewesen.

Wir arbeiten daran, Babyn Yar – ein Requiem sowohl in Form von Lesungen als auch durch Aufführungen innerhalb Deutschlands und auerhalb Europas, in Tel Aviv, Haifa und New York auf die Bühne zu bringen. Bild unten zeigt das Ensemble mit den Fotos der Ermordeten vor einem fassungslosen Publikum.


E i n l a d u n g

Am 13. November 2021 folgte das Ensemble einer Einladung von Topographie des Terrors. Mit dabei war Prof. Dr. Schneider, der eigens zu der Aufführung am 11. November im Gottfried-Keller-Gymnasium aus Bremen angereist ist. Die Führung erfolgte sowohl in deutscher als auch – für unsere ukrainischen russischer Sprache. Unser Dank gilt Herrn von Damaros, Pressesprecher von Topographie des Terrors. Ein Beirrst zur Verständigung zweier Völker. Bild unten: Mitglieder des Ensembles.


Aufführung vom 11. November 2021

Wir haben am 11. November 2021 aufgeführt. Im Gottfried-Keller-Gymnasium in Charlottenburg. Das Gymnasium wird von Uwe Kany geleitet. Ein Lehrer, der abseits der politischen Sonntagsreden die Vermittltung von Kultur für Schüler ernst nimmt. Ein Mann, dessen Engagement nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Das Ensemble und die Leitung des Theaters bedankt sich bei Uwe Kany für die Bereitstellung von Raum und Technik und für die exzellente Vorbereitung. Unser Dank gilt ebenso dem Team der Schüler, die vom frühen Morgen bis zum späten Abend die Technik professionell in der Hand hatten.

Einer der Höhepunkte des Abends war ein Gespräch zwischen Uwe Kany und Ehrengast Prof. Dr. Karl Schneider – Autor von Auswärts eingesetzt. Schneider ist ein ausgewiesener Kenner der Beteiligung von Polizisten des Bataillons 303 aus Bremen an der Mordaktion von Babyn Yar. Er überreichte Uwe Kany ein Exemplar seines Buches, das umso wertvoller ist, als dass die Auflage vergriffen und eine weitere nicht geplant ist. Bild li. zeigt das Ensemble bei den Vorbereitungen zu der Generalprobe. Daneben Prof. Schneider (li.) im Gespräch mit dem Schulleiter

ohne Worte @Shanna Bychkova

Babyn Yar – ein Requiem

Am 29. und 30. September haben wir in Kiev-Petschersk im dortigen Theater mit unseren ukrainischen Freunden, dem Ensemble des Theaters Studio 11 das Requiem als Theaterstück auf die Bühne gebracht. Es war die erste künstlerische Aufarbeitung des Themas von Theaterschaffenden zweier Länder, 80 Jahre nach dem Massaker.

Am 14. November 2021 bringen wir das Stück zum Angedenken an die Ermordeten erneut, in Berlin, auf die Bühne. Wir werden im Theatersaal der Ufa Fabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin aufführen. Einlass ist 18.30 Uhr. Beginn 19.30 Uhr. Die Veranstaltung richtet sich nach den Corona 3 G – Regeln. Bringen Sie daher bitte etwas Wartezeit mit. Kartenvorverkauf unter reservierung.babynyar@gmail.com.

Wir danken unseren Förderern und Unterstützern, die den manchmal schwierigen Weg der Vorbereitung von mehr als einem Jahr mit uns gegangen sind. Wir waren, wir sind es den Opfern schuldig.


C. a. s. t. i. n. g

das dokumentartheater berlin plant für 2022 interessante und spannende Dinge. Für Jugendliche und junge Menschen, für Laien- und Profi-Schauspielerinnen. Uns erwarten Gastspiele im In- und Ausland. Daher erweitern wir unser Ensemble.

Schwerpunkte unseres Theaters sind: Gegen das Vergessen, gegen Rassismus und Antisemitismus, gegen den Nationalsozialismus, die NSU-Affäre, die Hungersnot von 1932/33, den Holodomor, NS-Zwangsarbeit, die Katastrophe von Tschernobyl, den Widerstand schlechthin, den Holocaust.

Auf Eure Anmeldung freuen wir uns. Das Casting findet im November und Dezember 2021 statt. Wegen Covid 19 nach Voranmeldung in kleinen Gruppen unter: marina_schubarth@hotmail.com



Babyn Yar – ein Requiem

Nur am 11. November 2021 18.30 Uhr – Gottfried-Keller-Gymnasium Bln. Charlottenburg

Nur noch Restkarten übrig

das dokumentartheater berlin führt auf: Zum 80. Jahrestag des Massakers deutscher Wehrmacht, SS und Polizeibataillonen:

Babyn Yar – ein Requiem. Gefördert vom Auswärtigen Amt. Unterstützt von weiteren namhaften Institutionen. In Kooperation mir dem

ukrainischen Körpersprechtheater Studio 11 von Vlada Belosorenko und Regisseurin Marina Schubarth vom dokumentartheater berlin

Im Gottfried-Keller-Gymnasium, Olbersstraße 38, 10589 Berlin. Es sind nur noch Restkarten übrig. Reservierung noch möglich unter

+49 176 7833 7888. Die Veranstaltung findet unter Covid 3 G Bedingungen statt.



Belarus – Aufbruch in der Mitte Europas

Seit August 2020 spitzt sich die politische Situation in Belarus unter Diktator Alexander Lukaschenko zu. Menschenrechte, Menschenwürde und Demokratie werden mit Füßen getreten. 

Dennoch ließen sich die Menschen nicht davon abhalten, aufzustehen. Sie gingen auf die Straße. Sie kämpften gegen die Repressionen und lassen in ihrem Kampf nicht nach.

„das dokumentartheater berlin“ zeichnet in einer Lesung die Chronologie der Proteste in Belarus nach. Damit richtet es den Fokus auf die gegenwärtigen Ereignisse. Mitten in Europa. 

Es folgt ein Zuschauer:innengespräch. 

Im Anschluss findet ein Konzert mit der ETHNO-FUSION BAND KRIWI statt. 

Sonntag den 7. November 2021 um 19.00 Uhr
Haus der Statistik

Otto-Braun Straße 70-72 Block C

10178 Berlin

Die Veranstaltung wird gemäß der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Corona-Bedingungen und entsprechenden Hygienemaßgaben durchgeführt. 

Da die Besucher:innenzahl beschränkt ist, bitten wir um Vorbestellung unter

0176. 62 96 40 17

Die Mädchen von der KRIWI-Band

Mia Keitel vom dokumentartheater berlin

Gefördert durch


Mörderische Photographien

Das Theater hat vom Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Bremen circa fünfhundert Bilder erhalten. Bilder eines Kriegsfotografen des Bataillons 303. Des Bataillons, das am 29. und 30. September 1941 insgesamt 33.771 Juden, Frauen, Kinder und alte Menschen ermordete. Und bei dieser Gelegenheit den Opfern Wertsachen, Geld und Kleidung st

Massenmörder, die deutsch sprachen. Sie kehrten nach verrichteter Arbeit nach Hause zu ihren Lieben zurück. Feierten Weihnachten. Schaukelten ihre Kinder auf dem Schoß, nachdem sie noch kurz zuvor Babies lebend in die Schlucht von Babyn Yar geworfen oder sie zuvor gemeinsam mit der Mutter durch Genickschuss getötet hatten. Nach ihren Morden in der Schlucht von Babyn Yar waren sie die ersten, die Judentransporte von Holland nach Auschwitz begleiteten. So blieben sie ihrem Mordauftrag treu.

Nach Kriegsende kehrten sie zurück in ihr altes Leben und nahmen hinter den warmen Öfen platz. Wurden weiter im Polizeidienst beschäftigt. Befördert, besoldet. Klagten auch gern mal die unterbliebene Erhöhung ihrer Besoldungsstufen. Wurden von ihren Vorgesetzten, von der Bremer Politik gedeckt und unbehelligt gelassen. Machten weiter Karriere. So, also sei nichts geschehen.

Bürgerliche Massenmörder. Im Dienst der Bremer Polizei. Wir werden in 2022 in Lesungen in Deutschland und in Österreich über die Bremer Mörder des Polizeibataillons 303 berichten. Die Fotos, die man uns zur Verfügung stellte, zeigen scheinbar normale Menschen, so wie sie Christopher Browning in seinem Buch über die Mörder des Bataillons 101, Titel “Ganz normale Männer” beschrieb.

Zwei solcher – scheinbar ganz normale – Photos stellen wir heute hier ein. Wir werden die Bilder in unregelmäßigen Abständen ergänzen.

Bataillon 303 Bremen
Mitglieder des Bataillon 303 aus Bremen

Bilder unten: Mitglieder des Mordkommandos des Bremer Polizeibataillon 303

Mordpause mit Bier.

© Staatsarchiv Freie und Hansestadt Bremen, Sammlung Karl Schuster, Bataillon 303

Hier der Link der FAZ, die sehr ausführlich über Babyn Yar und unseren Besuch in Kiew berichtete

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kiew-gedenkt-des-judenmords-von-babyn-jar-17559585.html

Aktuell

und das Interview der Regisseurin Marina Schubarth in der Jüdischen Allgemeine

https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/vielen-deutschen-ist-babyn-jar-kein-begriff/

Schauspieler Paul Riemann als Benjamin Ferencz, seinerzeit 27jähriger Ankläger im zweiten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess


v.l.n.r.: Valeria Brianska, Daria Hapon, Yuliia Lukianets, Victoriia Donets ©Ksenia Bobrovnik

Pavlo Zhupanyn©Ksenia Bobrovnik

Das Theater in Petschersk (Kiew). Ehrwürdig. Grandios. ©Kenia Bobrovnik

Wir werden im November Babyn Yar – ein Requiem hier in Berlin spielen. Am 10. November kommen unsere

ukrainischen Freunde nach Berlin. Sie bleiben bis zum 15. November. Wenn alles nach Plan läuft, sehen wir sie in

der ersten Dezember-Woche wieder. Wir spielen dann nochmals Babyn Yar – ein Requiem. Wo und wann, wird noch

nicht verraten. Es bleibt spannend.

Das muss einfach sein: Premierenfreude nach harter Arbeit. Danke Ihr Lieben.

Schauspieler Martin Klefeldt mit Nadeschda Slessarewa. Die unserem im Dezember 2019

uraufgeführten Stück Nadeschda heißt Hoffnung den Namen gab. Ehrengast bei

der Premiere und der -feier. Mit 91 Jahren. Da Capo.